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Die Eiche.

In diesem Artikel wollen wir Vertreter einer der wichtigsten Pflanzengattungen Europas vorstellen – die Eichen. 

Bei den Eichen handelt es sind um eine Gattung von Laubgehölzen, die zur Familie der Buchengewächse gehört. Das charakteristische Eichenlaub und die Frucht geben dem Baum ein unverwechselbares Erscheinungsbild (siehe Abbildung 1). Der deutsche Name soll vom lateinischen esca = Speise abstammen, da Eicheln große Bedeutung in der Schweinehaltung hatten. Noch heute werden sie gerne an Wildschweine verfüttert. 

Der früheste literarische Beleg für den lateinischen Namen des Baums, ‚quercus‘ findet sich beim römischen Autor Quintus Ennius und geht auf das zweite Jahrhundert vor Christus zurück. Weltweit gibt es etwa 600 Eichenarten, die in mehrer Untergattungen eingeteilt werden. Die Untergattung Quercus wird wiederum in Sektionen gegliedert. Unter anderem sind dies die Weißeichen, Zerreichen und Roteichen, zu denen die uns geläufigsten Eichenarten gehören: 

  • Sektion Quercus, Weißeichen z. B.: Traubeneiche (Quercus petraea), Stieleiche (Quercus robur) 
  • Sektion Cerris, Zerr-Eichen z. B.: Stein-Eiche (Quercus ilex), Kork-Eiche (Quercus suber)
  • Sektion Lobatae, Roteichen z. B.: Sumpf-Eiche (Quercus palustris), Roteiche (Quercus rubra) 

Während die Weiß- und die Zerr-Eichenarten in Europa und Asien vorkommen, stammen die Roteichen aus Nord-, Mittel- und Südamerika. Die in Mitteleuropa vorkommenden Vertreter sind die Stiel- und die Traubeneiche. In unserer Region gehören die Stieleichen-Hainbuchenwälder zu den typischen Waldgesellschaften der Niederungsbereiche des Rheintales. Die Buchenwälder der Bachtäler und des Niederbergischen Hügellandes sind je nach Standort mit Stieleichen und Traubeneichen durchsetzt. 

Eichen sind so genannte Lichtbaumarten, sie benötigen für Keimung und Wachstum mehr Licht als etwa die Rotbuche und bilden selbst offene, lichte Kronen. Der Wuchs führt zu dem offenen Erscheinungsbild der Eichenwälder und Haine, der ihnen seit je her den fast mystischen Charakter verleit, der ihnen ohne Zweifel zu eigen ist. Wälder in Mitteleuropa wurden vielfach zur Waldweide (Hutewald) genutzt. Diese Nutzungsform hat die Ausbildung von Eichenwäldern gefördert, weil die weidenden Tiere den Aufwuchs der eigentlich dominanten Rotbuchen gehemmt haben, die wesentlich empfindlicher auf Verbiss durch Tiere reagieren. Die Eichen treiben wieder aus und bilden zuerst kugelige Büsche, bis die Weidetiere die Spitze des Busches nicht mehr erreichen können. Dann kann schließlich ein Baum, eine Eiche aus der Mitte des Busches aufwachsen (siehe Abbildung 2).

Eichen
Aus größeren Gebüschen können – unerreichbar für Weidetiere – Bäume aufwachsen. Im Vorteil sind Baumarten mit höherer Regenerationsfähigkeit gegenüber Verbiss wie z.B. die Eichen
Eichenblätter.
Typisch ist die Form der Eichenblätter
„Takagi-Eiche“ am Putting Grün.

Bundesweit einmalig ist unsere enge Kooperation mit dem Naturschutzbund NABU. Die Verbundenheit der beiden Vereine zeigt sich auch durch die gegenseitige Verlinkung auf den jeweiligen Websites. „Die Zusammenarbeit mit dem Golfclub Hubbelrath ist lebendig und gegenseitig befruchtend. Was die Hubbelrather auf ihrer Anlage geschaffen haben, ist mustergültig“, schwärmt NABU-Ortverbandsvorsitzender Günther Steinert.

Trotz der Erfolge in Sachen Natur machen wir weiter. Neue, nachhaltige Naturschutzmaßnahmen sind auf den Weg gebracht und geplant. So werden wir sechs neue Stieleichen und 15 weitere Obstbäume pflanzen. An Bahn 17 ist der Hasselbach noch verrohrt, dieser soll wieder freigelegt legen.

Der Eisvogel soll sich nicht nur auf dem Ostplatz, sondern auch an den Teichen des Westplatzes wohl fühlen. Für die Verbreitung des „Vogel des Jahrs 2009“ haben wir auf der Anlage „sozialer Wohnungsbau“ in Form einer ausgeklügelten Nisthilfe für den Eisvogel betrieben. Bei dem Brutcontainer handelt es sich um das neueste Modell von Horst Boedler. Vier Jahre hat er an dem Brutsystem gefeilt und ein Jahr im Feldversuch erprobt. Nun ist es serienreif. „In 80 Prozent der Fälle hat sich der Vogel eingenistet.“, sagt der selbst ernannte Eisvogelmann. Seit 17 Jahren widmet er sich den bedrohten Tieren, auf die er durch sein Hobby Naturfotografie aufmerksam geworden war. Mit Sohn Frank führt er in Flensburg den ersten gewerblich anerkannten Spezialbetrieb zur Förderung der Erhaltung einer Vogelart. Sie bilden die natürliche Bruthöhle in Uferböschungen nach. Die Brutcontainer sind wartungsfrei und werden so aufgestellt, dass weder steigendes Wasser noch räuberische Tiere die Jungen erreichen können. Bis zu viermal im Jahr brütet der scheue Vogel mit dem eisblauen Gefieder und der orangefarbenen Brust. Wenn die Jungen geschlüpft sind, können sie nach 23 Tagen fliegen.

Wir sind froh auf den Eisvogelmann hingewiesen worden zu sein und hoffen, dass durch seine Technik, der Eisvogel auch den Westplatz als Brutvogel besiedelt, nachdem er nunmehr bereits seit vielen Jahren auf dem Ostplatz brütet.

Somit ist die erste Maßnahme des insgesamt 17 Punkte umfassenden Maßnahmenplans für das laufende Jahr und die Gold-Zertifizierung im März 2011 bereits umgesetzt.

Dr. Gerd W. Thörner
und Dipl.-Geogr. Tobias Krause

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