In diesem Artikel soll es um die Rotbuchen (Fagus sylvatica) gehen, die insbesondere am Naturdenkmal Sandberg als Relikt des natürlicherweise in Mitteleuropa vorherrschenden Buchenwaldes, auf dem Gelände des GolfClubs Hubbelrath wachsen.

Obwohl Rotbuchen, wie bereits im Artikel über die Eichen erwähnt, ausgesprochen empfindlich gegen den Verbiss durch Wildtiere sind, ist keine Pflanze so typisch für die Flora Mitteleuropas, wie die Rotbuche. Mit bis zu 45 m Höhe überwächst sie, oft im Schatten anderer Baumarten gekeimt, jede andere Baumart. Schlussendlich stellt sich ein fast artenreiner Buchenwald ein, der mit seinen sehr geraden astlosen Stämmen als Hallenwald bezeichnet wird und an Kathedralen erinnert.

Die Gattung der Buchen ist mit rund zehn Arten in der nördlichen Hemisphäre verbreitet. Dabei wird ein wintermildes und sommerkühles und zudem feuchtes ozeanisches Klima bevorzugt. Gebiete mit strengen Winter- und Spätfrösten oder starker Trockenheit werden gemieden. Daher kommen in trockeneren Gebieten kaum Buchen vor und im Süden des Verbreitungsgebietes, wie zum Beispiel in Nordspanien, sind die Bestände auf höhere Gebirgslagen beschränkt.

Die Rotbuche ist ein so genannter sommergrüner Baum mit sehr glatter, grauer Rinde. Die wechselständig stehenden Blätter sind ganzrandig und im Unterschied zur Hainbuche (Carpinus betulus), mit der die Rotbuche im Übrigen nicht näher verwandt ist, ungezähnt. Rotbuchen werden vom Wind bestäubt. Die männlichen Blüten sind kätzchenartig, die weiblichen sind unscheinbar und sitzen zu dritt zusammen. Die Frucht, eine dreikantige Nuss, die zu zweit oder zu dritt in einem Achsenbecher sitzt, ist als Buchecker bekannt. Bucheckern sind zwar essbar, vom Verzehr größerer Mengen muss aber abgeraten werden, da sie schwach giftig sind. Der Verzehr von etwa 50 Bucheckern kann Erbrechen und Lähmungserscheinungen verursachen.

Das Buchenholz ist ein hartes und schweres Holz mit hoher Biegefestigkeit und hoher farblicher Homogenität. Die ins rötliche tendierende Farbe ist für den Namen des Baumes verantwortlich. Das Holz wird massiv oder als Furnier im Möbelbau verwendet. Es ist als hochwertiges Brennholz bekannt, Späne werden bevorzugt zum Räuchern verwendet.

Rotbuchen kommen mit sehr unterschiedlichen Bodentypen zurecht. Diese bedingen jedoch die assoziierte Pflanzengesellschaft. Der Hainsimsen- Buchen-Wald ist nicht nur der natürlicherweise häufigste Waldtyp Deutschland, sondern auch der vorherrschende Waldtyp im Niederbergischen Hügelland. Unser Klima ist durch relativ hohe Luftfeuchtigkeit, gerade auch im Sommer, gekennzeichnet. Auf nährstoffarmen, kalkfreien und damit relativ sauren Böden, wie dem Sandberg, stellt sich der Hainsimsen- Buchen-Wald als die typische Buchen-Wald- Gesellschaft ein (s. Abb. 1).

Auf kalkhaltigem Untergrund, zum Beispiel in Teilen des nahe gelegenen Neandertales, kommen auch Kalkbuchenwälder vor.

Augrund der Höhe und der Dichte der Kronen lassen Rotbuchen kaum Licht auf den Boden. Zusammen mit dem oft mageren Boden, der sich zusätzlich hemmend auf das Pflanzenwachstum auswirkt, führt dies zu einer eher artenarmen Krautschicht, die insbesondere durch Frühblüher charakterisiert ist, die vor dem Blatttrieb der Rotbuchen sehr früh im Jahr blühen. Eine Strauchschicht ist nur selten entwickelt. Andere Baumarten sind im Buchenwald in der Regel nur in geringer Anzahl zu finden. Ein typisch atlantisches Florenelement in unseren Buchenwäldern ist die Stechpalme (Ilex aquifolium). Die Verbreitung der Art ist streng an die 0°-Isotherme im Januar gebunden. Sie kommt also nur dort vor, wo die Durchschnittstemperatur im Winter nicht unter diese Marke fällt.

Viele Tierarten sind in Buchenwäldern besonders häufig. In Düsseldorf zählen dazu die in Baumhöhlen lebende, seltenere Hohltaube sowie der Schwarzspecht, der die Höhlen mit seinem Schnabel zimmert. Als Nach- oder Untermieter kommen auch Fledermäuse, insbesondere der Große Abendsegler im Buchenwald vor.

Eine Besonderheit sind freistehende, so genannte solitäre Buchen. Sie behalten Astwerk bis zum Boden, da die Stämme empfindlich für Sonnenlicht sind. Gerade solche solitär gepflanzten Exemplare sind an einigen Stellen auf dem Clubgelände zu finden (s. Abb. 2)

Dr. Gerd W. Thörner und Dipl.-Geogr. Tobias Krause

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3. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR“ (Oktober 2016)

2. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR“ (September 2014)

1. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR" (Okt.-Dez. 2012)

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