Schlangen in Düsseldorf, ja in der Tat, damit haben wir es hier zu tun. Es hat zwar lange gedauert aber seit etwa drei Jahren wissen wir sicher, dass es Ringelnattern auch auf unserem Platz gibt.

 

Schon lange waren Vorkommen dieser Wassernatter entlang des Schwarzbachtales sowohl auf der Ratinger als auch auf der Düsseldorfer Seite bekannt. Besonders um das Bauenhaus und bei Groß Ilbeck war die Schlange schon in den 1980er Jahren gefunden worden. Später sind weitere Fundorte unter anderem am Conesbach und beim Stratenhof dazugekommen. Zuletzt konnte sogar eine Ausbreitung über den Grütersaaper Weg hinein in das obere Pillebachtal, das im Einzugsgebiet der Düssel liegt, festgestellt werden.

 

Mit ein wenig Glück kann man diese schöne Schlange nun auch am Rande der Spielbahnen bei einem Sonnenbad erwischen. Der Hauptaktivitätszeitraum liegt im Sommer in den späten Morgenstunden und am Nachmittag bis frühen Abend. In der heißen Mittagszeit oder bei kühler Witterung zieht sie sich in einen Unterschlupf zurück.

 

Wir haben bereits von mehreren Clubmitgliedern Fotos von Ringelnattern erhalten, die am Rande der Spielbahnen beobachtet worden sind. Sollten auch Sie auf eine Schlange stoßen bitten wir ebenfalls um Mitteilung und keine Angst Ringelnattern beißen selbst dann in der Regel nicht, wenn man sie fängt. Zudem sind sie völlig ungiftig. Sie können jedoch zur Abwehr eine stinkende Flüssigkeit absondern, daher sollte man sie selbstverständlich in Ruhe lassen. Auch können sie sich bei Gefahr totstellen. Sie liegen dann mit geöffnetem Maul, verdrehten Pupillen und aus dem Hals hängender Zunge, auf der Seite. Dieses Verhalten wird dann angewendet, wenn Drohungen, wie „Zischen" und „Scheinangriffe“ keinen Erfolg zeigen.

 

Verwechseln kann man diese Schlange eigentlich nicht, mit ihren gelben und schwarzen halbmondförmigen Flecken am Kopf, kann sie zum Einen eindeutig bestimmt werden, zum Anderen kommt in Düsseldorf keine andere Schlangenart mehr vor, da sowohl Kreuzotter wie auch Schlingnatter vor der Mitte des vergangenen Jahrhunderts hier großräumig ausgestorben sind.

Wir hatten schon längere Zeit mit dem Auftauchen der Art auf unserem Gelände gerechnet, da die Tiere sich überwiegend von Fröschen ernähren, die es ja in großer Anzahl auf dem Platz gibt. Sie wandern oft entlang kleinerer Bäche und benötigen im Sommer Laub- oder Geschwämmselhaufen zur Eiablage. Sie nutzen aber auch menschliche Komposthaufen, Misthaufen und andere Rotten, um die Eier durch die entstehende Kompostwärme ausbrüten zu lassen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Gelege in einem Holzhächselhaufen am Betriebshof gefunden wurde. Diese Rottehaufen werden im Winter ebenfalls für eine mehrmonatige Winterruhe genutzt. Ab März/April wird diese Ruhezeit beendet und es kommt nach der ersten Häutung zu Paarungen. Die Häutungen finden mehrmals im Jahr statt, was sich frühzeitig durch eine Eintrübung der Augen und eine insgesamt mattere Färbung ankündigt. Für die Paarung versammeln sich Ringelnattern gelegentlich in größerer Anzahl an Paarungsplätzen. Wenn sie sich vereinigen sind sie bei Gefahr nicht in der Lage diese Verbindung schnell wieder zu lösen. Das größere Weibchen zieht dann das Männchen einfach hinter sich her. Die Männchen erreichen in der Regel eine Länge bis zu 75 cm, wogegen die Weibchen über 100 cm maximal sogar 150 cm erreichen können. Die 20-50 (durchschnittlich etwa 30) Eier sind etwa taubeneigroß und durch eine gallertartige Masse perlschnurartig verbunden. Aus den länglichen Eiern schlüpfen nach 4-8 Wochen, etwa 15-18 cm lange und sofort nach der Geburt selbständige Schlangen.

 

Viele der kleinen Schlangen fallen den natürlichen Feinden wie Greifvögeln, Reihern, Mardern, Füchsen und sogar auch Igeln, Hechten, Seefröschen oder großen Laufkäfern zum Opfer.

 

Wir betrachten es als großes Geschenk, dass dieses herrliche Tier den Weg auf unseren Platz gefunden hat.

 

Dr. Gerd W. Thörner und Dipl.-Geogr. Tobias Krause

Gold-Umweltzertifikat

3. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR“ (Oktober 2016)

2. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR“ (September 2014)

1. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR" (Okt.-Dez. 2012)

Gold für Golf Club Hubbelrath (November 2010)

 

 

Golf Wildlife Archiv

Klimafolgenmonitoring

Magerwiesen – Blütenpracht durch Nährstoffarmut

Die Trockenmauern im Golf Club Hubbelrath

Wachstumsfaktor Licht: Voraussetzung für einen gesunden Rasen

Großpilze der Golfanlage Düsseldorf-Hubbelrath
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Floren- und Vegetationskartierung Ostplatz 2014, Westplatz 2015
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Eulen in Hubbelrath (Okt. - Dez. 2014)

Floren- und Vegetationskartierung Ostplatz 2014, PDF-Download

Das ökologische Herz Teil II (Juli - Sept. 2014)

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Die Blauracke (Apr.-Okt. 2010)

Silber Zertif. "GuN" (Jan.-März 2010)

Der Steinkauz (Sept.-Dez. 2009)

Aushagerungsflächen (Juli/August 2009)

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Die Gattung "Sorbus" (Nov / Dez 2006)

Streuobstwiesen (Sept / Okt 2006)

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Die Teiche Hubbelrath (Nov / Dez 2005)

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