Golf Club Hubbelrath erhält Bronze im Zertifizierungsprogramm "Golf und Natur"

Den Golf Club Hubbelrath hat in erster Linie das wachsende Umweltbewusstsein, weniger die Konkurrenzsituation unter den umliegenden Golfanlagen, dazu veranlasst, ihre großflächige Sport- und Freizeitanlagen einer objektiven Zertifizierung zu unterziehen. Das Umwelt-Konzept des DGV stellt dabei ein langfristig angelegtes Programm dar, das die Golfanlagen dazu anleitet, in vielen kleinen Schritten positive Veränderungen sowohl für den Spielbetrieb als auch für den Naturschutz umzusetzen. Nachdem Hubbelrath erst Anfang des Jahres offiziell die Teilnahme am DGV--Programm „Golf und Natur" bekundet hatte galt es, 15 von insgesamt 25 Basisanforderungen bis zur Bronze-Zertifizierung im Juni zu erfüllen. In den vier Kategorien „Natur und Landschaft“, „Pflege und Spielbetrieb“, „Umweltmanagement“ sowie „Arbeitsumfeld und Öffentlichkeitsarbeit“ konnten in Hubbelrath auf Anhieb alle, bereits für Gold notwendige Maßnahmen umgesetzt werden. Das Programm sieht zeitliche Abstände zwischen den Zertifizierungen vor, während derer weitere Golf und Natur fördernde Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Um nur einige zu nennen:

  • Die Clubmitglieder werden regelmäßig über Naturschutzmaßnahmen, Greenkeeping und weitere Maßnahmen auf dem Platz informiert, um den Umweltgedanken bei den Golfern gezielt zu wecken und zu fördern. Dies geschieht durch Infos am Schwarzen Brett, durch Beiträge im Clubmagazin sowie durch regelmäßige Veröffentlichungen auf der Clubhomepage.
  • Ein Sicherheitskonzept für den gesamten Golfplatz wurde durch eine Fachfirma erstellt, inklusive Mitarbeiterschulung und Gefährdungsbeurteilung. Im Arbeitsumfeld Greenkeeping wurden die Sicherheitsmaßnahmen bereits umgesetzt.
  • Die für diesen Naturraum typischen alten Streuobstwiesen werden gepflegt, ergänzt und  neue Standorte angelegt. Streuobstwiesen gehören zu den stark gefährdeten, artenreichsten Biotopen Mitteleuropas.
  • Auf einer Streuobstwiese zwischen zwei Spielbahnen grast für 2-3 Monate im Frühsommer eine Skudden-Herde , um eine Magerwiese zu fördern.
  • Da das Golfgelände die Biotopausstattung für die auch bei uns heimische Schleiereule besitzt, jedoch keine Brutmöglichkeit vorhanden war, wurden auf gut ausgewählten Standorten die ersten drei Schleiereulen-Mastkästen auf dem europäischen Kontinent aufgestellt.
  • Auf dem Westplatz wurde ein Wegekonzept für Golfbuggies erstellt und in Form von befestigten Biolit gedeckten Wegen gebaut, die mit Gras wieder zuwachsen.

Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit mit dem NABU Düsseldorf, der mit verschiedenen Vertretern bereits seit vielen Jahren mit dem Golfclub kooperiert. Der Golf-und-Natur-Koordinator und Platzvorstand Dr. Gerd W. Thörner befasst sich schon seit 1966 mit dem Naturschutz in Hubbelrath und hat bei den Clubmitgliedern ausgesprochen fruchtbare Aufklärungsarbeit geleistet. Denn letztendlich sind es auch die Mitglieder, die für die Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen gemeinsam aufkommen. Bemerkenswert ist auch der Lernprozess des Headgreenkeepers Christopher W. Ramsden, der schon zu German Open Zeiten den Platz auf PGA-Niveau pflegte und heute neben der Platzpflege für Umsetzung und Erhaltung der Naturschutzprojekte verantwortlich ist.

Auf dem weiteren Weg zur Qualitätssicherung wird der Golf Club Hubbelrath fünf weitere Maßnahmen für die Silbermedaille umsetzen. Clubmanager Ingo Lüders und „Golf und Natur“-Projektleiter Dr. Gerd W. Thörner haben dem DGV-Vertreter Dr. Gunther Hardt bereits inhaltliche Schwerpunkte angekündigt. Mit dem Umweltamt der Stadt Düsseldorf soll im Rahmen des Klimamonitorings zusammen gearbeitet werden. Der Steinkauzschutz soll einschließlich Schutzmaßnahmen etabliert werden und für den Trainingsbetrieb wird auf der Driving Range eine Scope-Hütte errichtet. Der Golf Club Hubbelrath wird offizieller Kooperationspartner des NABU.

Das Hubbelrather Golf Wildlife-Projekt ist bereits Bestandteil auf der Club-Homepage unter www.gc-hubbelrath.de und wird in Zukunft fortgeführt. Die nachhaltige Förderung der Umweltprojekte in Hubbelrath gilt aus DGV-Sicht als beispielhaft und sollte weitere Golfanlagen dazu ermuntern, sich mit dem DGV-Programm zu beschäftigen und ähnliche Anstrengungen zu unternehmen. 64 Clubs nehmen derzeit an dem Programm teil, zwölf haben es bis zum Gold-Zertifikat geschafft.

Die Medaillen-Übergabe durch Dr. Gunther Hardt an den Clubmanager Ingo Lüders, Dr. Gerd W. Thörner und Head-Greenkeeper Christopher W. Ramsden fand im Beisein der örtlichen Naturschutzvertreter statt.

Gold-Umweltzertifikat

3. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR“ (Oktober 2016)

2. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR“ (September 2014)

1. Gold-Rezertifizierung beim Qualitäts-Management-Programm „GOLF & NATUR" (Okt.-Dez. 2012)

Gold für Golf Club Hubbelrath (November 2010)

 

 

Golf Wildlife Archiv

Klimafolgenmonitoring

Magerwiesen – Blütenpracht durch Nährstoffarmut

Die Trockenmauern im Golf Club Hubbelrath

Wachstumsfaktor Licht: Voraussetzung für einen gesunden Rasen

Großpilze der Golfanlage Düsseldorf-Hubbelrath
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Obstsortenbestandsliste
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Floren- und Vegetationskartierung Ostplatz 2014, Westplatz 2015
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Landschaftsplan der Landeshauptstadt Düsseldorf

Krähenvögel in Düsseldorf (Juli - Sept. 2015)

Die Vogelwelt des Golfplatzes Hubbelrath (April - Juni 2015)

Neupflanzungen nach Orkan Ela (Jan. - März. 2015)

Eulen in Hubbelrath (Okt. - Dez. 2014)

Floren- und Vegetationskartierung Ostplatz 2014, PDF-Download

Das ökologische Herz Teil II (Juli - Sept. 2014)

Ringelnattern auf dem Golfplatz (April-Juni 2014)

Picus viridis, der Grünspecht (Jan.-März 2014)

Pilze auf dem Gelände des Golf Clubs Hubbelrath (Okt.-Dez. 2013)

Naturerlebnis (Juli-Sept. 2013)

Weißstörche in Hubbelrath? (April-Juni 2013)

Die neuen Übungsanlagen (Jan.-März 2013)

Herbst-Eulen - bunte Motten auf dem Golfplatz (Jul.-Sept. 2012)

Warum werden Vögel beringt? (April-Juni 2012)

Der Sodengarten 2012 (Jan.–März 2012)

Apfelfest 2011 (Okt.-Dez. 2011)

Bemerkenswerte Pflanzen auf der Driving Range (Juli-Sept. 2011)

Flora und Fauna auf dem Golfplatz (April-Juni 2011)

Der Gartenrotschwanz (Dez.-März 2011)

Die Blauracke (Apr.-Okt. 2010)

Silber Zertif. "GuN" (Jan.-März 2010)

Der Steinkauz (Sept.-Dez. 2009)

Aushagerungsflächen (Juli/August 2009)

Die Skudde (Mai/Juni 2009)

Bronze Zertif. "Golf und Natur" (Juni 2009)

Die Schleiereule (März/April 2009)

Umw.-proj. "Golf u. Natur" (Jan/Feb 2009)

Der Eisvogel (Nov/Dez 2008)

Der Zugvogel (Sep/Okt 2008)

Streuobstwiesen (Juli/Aug 2008)

Golfsport u. Naturschutz (Mai / Juni 2008)

Der Vogelgesang (März / April 2008)

Fließgewässer (Jan / Feb 2008)

Rotbuchen (Nov / Dez 2007)

Der Sandberg (Sept / Okt 2007)

Die Linde (Juli / Aug 2007)

Das ökologische Herz (Mai / Juni 2007)

Die Eiche (März / April 2007)

Orkan "Kyrill" (Jan / Feb 2007)

Die Gattung "Sorbus" (Nov / Dez 2006)

Streuobstwiesen (Sept / Okt 2006)

Die Artenvielfalt (Juli / Aug 2006)

Frühlingserwachen (März / April 2006)

Feldgehölze und Hecken (Jan / Feb 2006)

Die Teiche Hubbelrath (Nov / Dez 2005)

Der Naturraum des Golfclubs (Sept / Okt 2005)

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